Bündelung der Nuklearkompetenzen am Standort Jülich

Am 1. September 2015 wurden in Jülich der Geschäftsbereich Nuklear-Service des Forschungszentrums Jülich und die Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor (AVR) GmbH in einer neuen Gesellschaft zusammengeschlossen. Hierdurch entsteht am Standort Jülich ein neues Kompetenzzentrum für die Stilllegung und den Abbau nuklearer Altlasten und deren Entsorgung. Die neue Gesellschaft firmiert zunächst unter dem Namen der AVR GmbH, wird jedoch zukünftig den Namen „Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbh“ (kurz: JEN GmbH) tragen.
Gesellschafter des neuen Unternehmens ist die Energiewerke Nord (EWN) GmbH, die als Bundesunternehmen den Rückbau bundeseigener kerntechnischer Anlagen betreibt.
Die AVR GmbH war bereits 2003 mit dem neuen Ziel des vollständigen Abbaus der Anlage in den EWN Konzern überführt worden.
Der Zusammenschluss ist eine konsequente Weiterentwicklung der Bündelung nuklearen Fachwissens unter einem Dach. Bereits 2009 wurde ein vergleichbarer Prozess in Karlsruhe mit der seit 2006 zum EWN Konzern gehörenden Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe und den Nuklearbereichen des jetzigen Karlsruher Instituts für Technologie (KIT, ehemals Forschungszentrum Karlsruhe FZK) durchgeführt.